Beim Abschied: die Feldmusik Buttisholz und die Pfarrkirchner Gastgeber mit Präsident André Haas (vorne Mitte),
Trachtenvereinschef Anderl Schwiebacher (rechts daneben) sowie dem Vorsitzenden der Trachtenblaskapelle,
Thomas Eiglsperger (vorne links). − Foto: red

 

Pfarrkirchen. Acht Jahre hat es gedauert, bis die Trachtenblaskapelle Pfarrkirchen und die Feldmusik Buttisholz wieder gemeinsame Tage verbrachten. Beide Kapellen waren sich darin einig, dass das nächste Treffen nicht mehr so lange auf sich warten lassen darf.

Die Freunde aus der Schweizer Patengemeinde waren am Freitag in der Kreisstadt angekommen und hatten das Sonnwendfeuer des Trachtenvereins beim Ziegelbauer (wir berichteten) mit einem rund zweistündigen Blaskonzert bereichert. Für ihren Auftritt unter ihrem Dirigenten Armin Wüest ernteten sie großen Beifall.

Dem Knüpfen neuer und der Vertiefung bestehender Kontakte war der folgende Tag gewidmet. Beim Ausflug zur Schnapsbrennerei Penninger in Böbrach und zur Glashütte Joska in Bodenmais konnte man sich nicht nur über die Produkte dieser Firmen informieren, sondern auch die Landschaft im Bayerischen Wald bewundern und genießen. Die Rückfahrt nach Pfarrkirchen führte über Aldersbach, wo man die Asamkirche besichtigte, der Brauerei einen Besuch abstattete und schließlich im Bräustüberl landete. Dort spielte die "Tanzlmusi" des Trachtenvereins auf, wobei sich die Schweizer Musikanten als willkommene Verstärkung erwiesen. Der ereignisreiche Tag klang schließlich im Gasthaus Schachtl aus und war dabei für die Gäste sehr lehrreich: Sie haben den Unterschied zwischen unter- und obergärigem Bier gelernt.

Obwohl es spät geworden war, fanden sich Gäste und Gastgeber am nächsten Tag zum Weißwurstfrühstück im Vereinsheim ein. Thomas Eiglsperger berichtete hier über den langen Weg zu diesem Heim, das zwei Vereinen (Trachten- und Alpenverein) zu deren Zufriedenheit diene. "Das Vereinsheim hatte für uns drei Jahre lang neue Prioritäten setzen lassen, so dass es eine Mitschuld an der langen Pause bis zu einem neuen Treffen trägt", meinte der Chef der Trachtenblaskapelle. Wie er dankte auch Vorsitzender Anderl Schwiebacher den vielen Gastfamilien, die die Schweizer Musiker beherbergten.

Bürgermeister Wolfgang Beißmann ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, die Feldmusik Buttisholz zu verabschieden. "Private Kontakte wurden erneuert und vertieft. Mich freut die freundschaftliche Verbindung außerhalb des offiziellen Protokolls", erklärte er. Er erinnerte an den Auftritt beim Sonnwendfeuer, bei dem die Feldmusik die Besucher begeistert habe. "Wir alle würden uns freuen, wenn ihr bald wieder nach Pfarrkirchen kommt."

"Keiner musste Hunger und Durst haben an diesem Wochenende", stellte André Haas, der Präsident der Feldmusik Buttisholz fest. Er hoffte, dass die Kontakte weiter bestehen bleiben und ein Gegenbesuch erfolgt. Seine Feststellung: "Wir haben drei wunderschöne Tage im Rottal erlebt" verband er mit seinem Dank an den Trachtenverein und die Gastfamilien.

 

Quelle: pnp.de